
Die geheime Rolle von UV-Lampen bei der Herstellung von Kleidung
Wenn die meisten Menschen an ein Hemd denken, denken sie an Nadeln, Faden und Nähmaschinen. Doch wenn man genauer hinschaut, gibt es viele unsichtbare Prozesse, die stattfinden. Wir verwenden UV-Lampen nicht nur dazu, Dinge zu trocknen, sondern auch dazu, das Verhalten von Stoffen und Farbstoffen auf molekularer Ebene zu verändern.
Wie das funktioniert
Wir nutzen diese Lampen in drei Schritten. Zunächst erfolgt die Vorbereitung des Stoffs. Dabei wird kurzwelliges UV-Licht verwendet, um die Bindemittel im Stoff „festzuhalten“. Das klingt technisch, aber im Grunde genommen verhindert das, dass der Faden beim Weben reißt. Niemand möchte schließlich, dass die Maschine mitten im Produktionsprozess zum Stillstand kommt.
Danach kommt das Drucken. Bei digitaler Textilverarbeitung werden mittelwelliges UV-Licht eingesetzt. Sobald die Tintetropfen auf den Stoff treffen, wird das UV-Licht sie in feste Polymere umwandeln. Das geschieht sofort. Das ist die einzige Möglichkeit, zu verhindern, dass die Tinte ausläuft und die Linien unklar werden.
Zuletzt kommen noch die abschließenden Bearbeitungen. Dabei geht es um Dinge wie wasserdichte Beschichtungen oder Brandhemmstoffe. Wenn man diese nicht mit der richtigen Menge an UV-Licht behandelt, haften sie nicht richtig. Nach dem Waschen ist die Beschichtung dann verschwunden.
Die Herausforderungen bei der Nutzung der Lampen
Hier liegt das Problem: Man muss die Leistung der Lampen an die Geschwindigkeit der Produktionslinie anpassen. Wenn man kleine Chargen herstellt, reicht eine Lampe mit geringerer Leistung aus. Doch bei einer kontinuierlichen Produktionslinie braucht man eine Lampe mit hoher Leistung. Wenn der Stoff zu schnell bewegt wird, bleibt die Tinte feucht – und das ist katastrophal.
Wir verwenden Quarzglasgehäuse, weil dieses das UV-Licht perfekt durchlässt. Doch Quarz ist empfindlich. Wenn die Transportbänder zu stark vibrieren, können die Lampen zerbrechen.
Außerdem gibt es noch das Problem der Hitze. Lampen mit hoher Leistung werden sehr heiß. Wenn die Kühlventilatoren nicht ausreichen, kann der Stoff beschädigt werden oder die gerade aufgetragenen Beschichtungen gehen kaputt.
Um alles reibungslos laufen zu lassen
Wir haben diese Lampen so konzipiert, dass sie einfach in die vorhandenen Industrieanlagen eingebaut werden können. Man muss sie einfach mit dem Ballast verbinden, die Geschwindigkeit der Transportbänder einstellen – und schon kann man loslegen.
Aber bitte halten Sie die Lampen sauber. Ein bisschen Staub auf dem Quarzglasgehäuse kann die Leistung der Lampe um 10–20 Prozent verringern. Das mag nicht viel erscheinen, aber es macht den Unterschied zwischen einer perfekten Verarbeitung und einer schlechten Qualität – was wiederum die gesamte nächste Charge beeinträchtigt.